Die Elmshorner Grünen wünschen sich mehr Vielfalt bei den Ampelmännchen in Elmshorn. In einem Antrag für die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am 10.09.2026 fordern sie im Innenstadtbereich die Einführung von Ampelfiguren in verschiedenen Geschlechterkombinationen.
Die Fraktion schlägt vor, dass beim routinemäßigen Austausch von Ampelfiguren an Fußgängerampeln zukünftig Motive eingesetzt werden, die sowohl hetero- als auch homosexuelle Beziehungen abbilden.
„Es ist Zeit, dass auch Elmshorn als offene und tolerante Stadt noch deutlicher macht, dass hier alle Menschen – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität – sicher, respektiert und gleichberechtigt leben können“, erklärt Björn Hildebrand, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Elmshorn.
Diverse Städte hätten es bereits vorgemacht und Ampelfiguren in verschiedenen Geschlechterkombinationen eingeführt. „Die Sichtbarkeit von Vielfalt im öffentlichen Raum ist dabei mehr als nur ein symbolischer Akt; sie ist ein klares Signal der Zugehörigkeit. Wir müssen zeigen, dass queere Menschen ein selbstverständlicher Teil unserer Stadtgesellschaft sind“, so Hildebrand. „Gerade vor dem Hintergrund, dass queerfeindliche Straftaten bundesweit deutlich zugenommen haben, darf Elmshorn nicht schweigen. Wir müssen uns klar positionieren, denn Vielfalt ist die Grundlage unserer Gesellschaft.“
Da die Umrüstung im Zuge des routinemäßigen Austauschs geplant ist, entstünden voraussichtlich nur geringe zusätzliche Kosten. Es gäbe daher keinen Grund für ein Zögern. „Wir fordern die Stadtverwaltung auf, beispielsweise bei der Ampel zwischen der Weißen Villa und dem Rathaus ein Zeichen für eine inklusive Stadtgesellschaft zu setzen. Wer Vielfalt aktiv sichtbar macht, positioniert Elmshorn als weltoffenen Standort, der Menschen verschiedenster Hintergründe willkommen heißt. Das stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und schützt die Würde jedes Einzelnen.“
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